Mann, der die Isolierung in der Wand anbringt

Nasse Isolierung kann ein ernstes Problem sein. Deshalb ist es wichtig zu verstehen, was die Ursache sein kann und wie man es lösen und verhindern kann. Hier erfahren Sie mehr darüber, wie nasse Isolierung entsteht und was Sie dagegen tun können.

Was sind die Ursachen für nasse Dämmung?

Wenn Sie eine feuchte Isolierung entdecken, ist es wichtig, die Ursache dafür herauszufinden. Probleme mit feuchter Dämmung können an verschiedenen Stellen auftreten. Daher sollten Sie auch den Ort des Problems berücksichtigen. Feuchte Dämmung kann mehrere Ursachen haben: 

  • Undichtes Rohr
  1. Kondensation: Kondensation tritt bei kaltem oder warmem Wetter aufgrund einer schlechten Abdichtung auf. Warme Raumluft kommt mit der kalten Oberfläche der Dichtung in Berührung und verursacht Kondenswasser.
  2. Infiltration: Diese tritt bei Regen durch Risse in der Dachkonstruktion auf. Dadurch entsteht ein Infiltrationspfad, durch den Regen eindringen kann. 

Je nach Ursache der feuchten Dämmung ist auch die Vorgehensweise unterschiedlich. Daher ist es sinnvoll, zunächst festzustellen, woher das Problem kommt. 

Sollte ich eine feuchte Isolierung ersetzen? 

Leider verlieren die meisten Dämmstoffe ihre Isolierfähigkeit, wenn sie nass werden. Sie müssen also Ihre nasse Isolierung ersetzen, wenn sie nicht ausreichend trocknen kann. Wenn die Dämmung gut trocknen kann, muss sie nicht ersetzt werden. Manche Dämmstoffe sind wasserbeständiger als andere, auch darauf sollten Sie achten.

Wie behebe ich nasse Dämmung?

Haben Sie die Ursache gefunden? Dann können Sie jetzt damit beginnen, das Problem zu beheben. Zunächst ist es wichtig zu prüfen, ob das Dämmmaterial trocken gemacht werden kann. Wenn dies nicht möglich ist, muss das Dämmmaterial ausgetauscht werden. Je nach Ursache müssen weitere Maßnahmen ergriffen werden: 

  1. Undichtes Rohr: Die Reparatur des Rohrs ist das Wichtigste. Dann kann das Dämmmaterial getrocknet oder ausgetauscht werden. 
  2. Kondenswasser: Stellen Sie fest, wo die Dichtung defekt ist. Stellen Sie sicher, dass die Dichtung richtig geschlossen ist, und trocknen Sie das Dämmmaterial. Wenn es nicht trocknet, sollte es ausgetauscht werden. 
  3. Infiltration: Ermitteln Sie die Stellen, an denen Infiltration stattfindet. Reparieren Sie die Risse in der Dachkonstruktion und trocknen oder ersetzen Sie die Dämmung.

Welche Dämmung darf nass werden? 

Einige Dämmstoffe sind feuchtigkeitsresistenter als andere. Daher ist es gut zu wissen, welcher Dämmstoff in Ihrem Haus eingesetzt werden kann und wie Sie vorgehen müssen. Bei vielen Dämmstoffen beeinträchtigt Feuchtigkeit ihren Dämmwert.

Glaswolle

Kann eine Dämmung aus Glaswolle nass werden? Im Prinzip kann Glaswolle nass werden, da sie wasserabweisend ist. Die Fasern der Mineralwolle verhindern, dass sie Wasser aufnimmt. Solange Sie dafür sorgen, dass die Glaswolle gut trocknet, verlieren Sie keinen Dämmwert. Wenn sie jedoch feucht bleibt, kann sie an Dämmwert verlieren. Außerdem besteht bei anhaltender Feuchtigkeit die Gefahr der Schimmelbildung.

Steinwolle

Wie Glaswolle ist auch Steinwolle wasserabweisend. Solange die Steinwolle trocken ist, geht kein Dämmwert verloren. Steinwolle ist jedoch weniger wasserabweisend als Glaswolle und neigt daher eher zur Schimmelbildung. Bei der Wahl zwischen Glaswolle und Steinwolle gibt es noch weitere Faktoren zu berücksichtigen. Dazu gehören Langlebigkeit und Preis.

PUR

PUR (Polyurethan) ist im Allgemeinen nicht wasserbeständig. PUR-Dämmstoffe können Wasser aufnehmen, was sich negativ auf die Dämmeigenschaften auswirken kann. Es gibt auch "wasserdichte" PUR-Schaumstoffe. Aber auch hier kann eine langfristige Einwirkung von Feuchtigkeit zu einer Verschlechterung des PUR-Materials führen, z. B. zu Schrumpfung, Erweichung und Verlust der Isolierfähigkeit. Daher ist es wichtig, PUR-Dämmstoffe vor Feuchtigkeit zu schützen und alle Feuchtigkeitsquellen in der Umgebung zu beseitigen. 

Im Falle eines Wasserschadens an einer PUR-Dämmung ist es oft notwendig, die betroffene Dämmung zu ersetzen, um eine optimale Leistung zu erhalten und mögliche Schäden an der Konstruktion zu verhindern. 

PIR

PIR-Dämmstoffe (Polyisocyanurat) sind im Allgemeinen wasserbeständig. PIR hat gute feuchtigkeitsbeständige Eigenschaften und kann Wasser absorbieren, ohne seine Dämmleistung wesentlich zu beeinträchtigen. Das Material behält seine Struktur und seine Dämmeigenschaften auch dann bei, wenn es über längere Zeiträume hinweg feuchten Bedingungen ausgesetzt ist. Daher eignet sich PIR für die Dämmung in Bereichen, in denen Feuchtigkeit auftreten kann, wie z. B. in Kellern oder Feuchträumen.

Obwohl PIR wasserdicht ist, ist es dennoch wichtig, auf eine ordnungsgemäße Installation und Luftabdichtung zu achten, um zu verhindern, dass Feuchtigkeit durch Risse oder Öffnungen in die Dämmung gelangt. Die Verwendung einer geeigneten Dampfsperrfolie kann ebenfalls dazu beitragen, den Feuchtigkeitstransport zu verhindern und die Leistung der Dämmung zu optimieren.

Kann die Dämmung Regen standhalten? 

Dämmstoffe sind im Allgemeinen regenbeständig, mit Ausnahme von PUR-Dämmstoffen. Wenn Sie also an einem neuen Bauprojekt arbeiten, ist es kein Problem, wenn die Dämmung dem Regen ausgesetzt ist. Das Wichtigste ist, dass die Dämmung richtig trocknen kann. Auf diese Weise verlieren Sie nicht an Dämmwert und verringern das Risiko von Schimmelbildung durch die Feuchtigkeit. 

Wie kann ich feuchter Dämmung vorbeugen?

Um feuchter Dämmung vorzubeugen, können Sie einige Maßnahmen ergreifen. 

  1. Dampfsperre: Verwenden Sie eine Dampfsperre oder dampfbremsende Folie auf der warmen Seite der Dämmschicht. Dadurch wird verhindert, dass feuchte Luft mit der Dämmung in Kontakt kommt und Kondensation verursacht.
  2. Positionierung: Stellen Sie sicher, dass die Dämmung richtig positioniert ist, und vermeiden Sie Risse oder Spalten, durch die Feuchtigkeit eindringen kann. 
  3. Luftabdichtung: Stellen Sie sicher, dass das Gebäude ordnungsgemäß luftdicht abgeschlossen ist. Decken Sie alle Luftlecks mit Isolierband oder Dichtungsmasse ab. 
  4. Belüftung: Angemessene Belüftung sorgt dafür, dass die Feuchtigkeit unter Kontrolle gehalten wird.
  5. Wartung: Sorgen Sie für regelmäßige Wartung und Inspektionen. Auf diese Weise können Sie mögliche Feuchtigkeitsprobleme frühzeitig erkennen und verhindern, dass Feuchtigkeit in Ihre Dämmung eindringt.

Haben Sie Fragen zum Thema Feuchtigkeitsisolierung oder wünschen Sie eine Beratung bei der Auswahl von Isoliermaterialien? Sprechen Sie uns an oder nutzen Sie unsere Entscheidungshilfe. Wir helfen Ihnen gerne weiter.